Reise blog von Travellerspoint

Die letzten Wochen

Juli 2009

30 °C

Am 17.7. lud mich meine Jura-Professorin zu einem einmaligen, ausgezeichneten, interessanten, leckern... Abendessen ein, zu "Fucha-Ryori". Fucha-Ryori ist eine Art Tempelspeise. Alles ist vegan, aber der Natur nachempfunden und wunderschön hergerichtet. Ich wusste oft nicht, was in der Kreation enthalten war, aber alles hat sehr gut geschmeckt und war fast zu schade zum Essen. Die Umgebung, die Gesellschaft... es war ein unvergesslicher Abend.

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Am 20.7. fuhr ich mit einem japanischen Freund nach Shigaraki um zu töpfern und Tanuki - ein japanischer Glücksbringer - zu besichtigen. Es soll sich um einen Waschbären handeln, naja. Aber es hat viel Spaß gemacht.

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Am Ende des Tages gingen wir Sushi essen. Am Fließband. Das war genial und lecker.

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Meine Tage in Kyoto sind nun gezählt. Am 31.7. fliege ich ab. Am Freitag gehe ich mit einem japanischen Freund Caipi trinken. Ich muss eine Wissenslücke füllen (da er Caipi noch nicht kennt). Mit einem anderen Freund gehe ich auf den Tempelflohmarkt und wir werden ihm ein Omamori für Prüfungserfolg kaufen (da bei ein Test ansteht). Nächste Woche fahr ich nach Uji. Ein japanischer Freund zeigt mir Byodo-in, einen berühmten Tempel, der auf der 10-yen-Münze abgebildet ist. Wir werden Spezialität wie Kakigori und Okonomiyaki essen.

Die Zeit ist so schnell vergangen. Ich freue mich auf meine letzte Woche und werde mit vielen wertvollen Erfahrungen und guten Erinnerungen nach Deutschland zurück kommen. Japan ist ein wundervolles Land.

日本が大好きです。

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Eingestellt von Fujikata 08:35 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

Endlich: Fuji san

Juli 2009

rain

Mein großer Traum ist in Erfüllung gegangen: Ich habe Fuji san bestiegen. Mit 3776m ist Fuji san der höchste Berg Japans.

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Wir, das sind Antje, Sini, Matt und Scott, sind am Freitag, den 3.7., um 21h aufgestiegen. Es war anstrengend, dunkel, regnerisch, kalt. Die Hütten waren überteuert (1h Ruhepause kostete 1000yen) und als wir den Gipfel um ca. 3:30h erreichten, mussten wir erst mal warten und konnten dann den Sonnenaufgang vor lauter Wolken nicht sehen. Um ca. 9:30h kamen wir am Ausgangspunkt an und fuhren gegen 11h zum Hostel zurück.

Antje und ich gönnten uns dann ein heißes Bad im nahe gelegenen Onsen und abends gab es ein Feuerwerk - nur für uns. WEIL: Wir haben Fuji san trotz der schwierigen Umstände bestiegen.

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Am Sonntag, den 5.7., umrundeten Antje, Sini und ich den Kawaguchiko, den größten See nahe Fuji san. Das dauerte gute 7h. Nachmittags klarte es dann auf und wir konnten Fuji san endlich endlich sehen.

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Eingestellt von Fujikata 11:20 Archiviert in Japan Tagged events Kommentare (0)

Hisabisa

June 2009

sunny 25 °C

Hisabisa! Lange nicht gesehen bzw. lange nichts voneinander - bzw. mir - gehört...

An der Uni ist viel zu erledigen und ich habe ja noch meine Kinder (Englischunterricht).

Aber: Wir hatten Ende Mai eine kleine "Schweinegrippe-Pause" von der Uni. Ihr erinnert euch doch noch, oder? Jedenfalls gab es in Kyoto einen Fall und die meisten Unis haben daraufhin geschlossen (die Schule, an der ich Unterricht gebe dagegen nicht...). Die freie Zeit habe ich zum Lernen und Reisen genutzt.

Am 26.5. waren Thorunn und ich in Himeji und haben das berühmte Schloss besichtigt. Die geometrischen Figuren auf dem 2. Bild sind übrigens Schießscharten.

HimejiSchloss4.jpg HimejiSchloss3.jpg HimejiSchloss2.jpg

Außerdem waren wir im weniger berühmten, aber - um ehrlich zu sein - viel interessanteren Safari-Park von Himeji. Dort konnten wir Löwen, Geparden, Tiger, Elefanten, etc. etc. von einem Touri-Bus aus sehen und Giraffen füttern. Es hat großen Spaß gemacht. Hier einige Bilder.

HimejiGiraffe.jpg HimejiTiger.jpg HimejiGiraffe2.jpg

Eingestellt von Fujikata 11:30 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

Fußonsen und Sento

May 2009

sunny 28 °C

Es ist tatsächlich wieder über ein Monat vergangen seit ich das letzte Mal geschrieben habe...

Im April war ich oft an der Schule, um Englisch zu unterrichten. Da ist viel Zeit mit der Vorbereitung vergangen. Alle Klassen und Kinder sind so verschieden, dass ich aufpassen muss, dass ich sie nich über- oder unterfordere und ihr Interesse nicht verliere. Es ist schwierig, weil ich kein "Druckmittel" wie Noten habe, um die Schüler anzuspornen... Ihre Motivation soll die Lust am Englischlernen sein, aber das ist öfters die Motivation ihrer ehrgeizigen Eltern...

Außerdem hat die Uni wieder begonnen. Ich belege Japanisch, Recht, Wirtschaft und Politik. Und für jedes Fach müssen wir Präsentationen machen und Artikel und Texte lesen.

Ende April war in Japan "Ferienzeit": Eine Reihe von gesetzlichen Feiertagen wird hier als "Golden Week" bezeichnet und die Japaner nehmen sich ein paar Brückentage, sodass sie auf ca. 12 freie Tage kommen. Üblicherweise ist das der längste Urlaub, den sie in einem Jahr machen, weil Arbeitnehmer den Urlaub zugunsten des Arbeitgebers verfallen lassen. Es ist so, dass im Durchschnitt 8,5 Tage Urlaub im Jahr genommen werden (Quelle: The Japan Institute for Labour Policy and Training, Labor Situation in Japan and Analysis: General Overview 2006/2007, p. 48)!

Während der Golden Week habe ich mich mit meiner Gastfamilie getroffen und am Ende haben wir unsere müden Füße in einem Fuß-Onsen entspannen lassen.

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Außerdem habe ich Sento - das japanische öffentliche Badehaus - entdeckt. Es ist seeeehr entspannend und eine Erfahrung, die man in Deutschland kaum machen kann: Ins Sento geht man ganz nackt - es ist nach Mann und Frau getrennt - und wäscht sich erst einmal ganz gründlich. Dann darf man in die Wannen mit heißem Wasser, um zu entspannen, und ins kalte Wasser, um wieder abzukühlen. In meinem Lieblingssento gibt es sogar ein Außenbecken.

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Eingestellt von Fujikata 08:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

Sakura und Furoshiki

April 2009

rain 10 °C

Zwei Dinge, deren Gemeinsamkeit sich darin erschöpft, dass sie typisch Japanisch sind: Sakura, die Kirschblüte - und damit verbunden Hanami (Blütenschauen) und Enkai (Parties) - und Furoshiki, dazu gleich mehr.

Also zunächst zur Sakura, wie versprochen, ein paar fotografische Eindrücke, hier vom 25.3. am Kamo-Fluss. Wenn sich das Wetter bessert - es ist kühl und regnet-, werde ich aber nochmal aufbrechen und Nachschub liefern.
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Zu Furoshiki: Es ist eine besondere Art ein Stück Stoff zu knoten, um Dinge zu transportieren oder zu verpacken.

Wörtlich übersetzt heißt es in etwa "(Tuch, das) im Bad ausgebreitet (wird)"; "furo" steht für "Bad" und "shiki" kommt von "shiku" und heißt "ausbreiten".

In Japan gab und gibt es nämlich viele öffentliche Bäder. Früher hatte nicht jeder ein eigenes Bad, deshalb die öffentlichen Badhäuser, die auch heute noch beliebt sind: Das 40 Grad heiße Wasser wirkt sehr entspannend.

Natürlich ging (und geht) man nackt ins Bad. Spätestens seit der Edo-Zeit (ab ca. 1600) wurde die Kleidung (sowie ein Handtuch und Badeutensilien) in ein Tuch gewickelt, das dann verknotet wurde; beim Verlassen des Beckens diente das auf dem Boden ausgebreitete Tuch zum Ankleiden - das (Wort) "Furoshiki" war geboren.

Das Furoshiki hat sich mit der Zeit zu einer typisch japanischen Kunstform entwickelt. Die Tücher - meist aus Seide oder Baumwolle - sind mit schönen Motiven bedruckt und werden - je nach Verwendungszweck - kunstvoll geknotet.

Am Samstag habe ich mir zwei Stoffe gekauft und zwei Taschen geknotet. Man kann auch Ringe als Henkel mit verknoten. Welche Tasche gefällt euch den besser?
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Mich fasziniert aber vor allem die "Philosophie" hinter Furoshiki:

Ein einziges Tuch passt sich vielen Zwecken an, je nach dem, wie man es gerade benötigt. Man genügt sich mit dem Stück Stoff, das man zur Verfügung hat.

Außerdem kann es öfter verwendet werden und entspricht daher dem Konzept des "mottainai". Der japanische Ausdruck "mottainai" heißt "Was für eine Verschwendung". Wer "mottainai" sagt, bedauert eine Verschwendung und soll gleichzeitg ausdrücken, wie wichtig es ist, Verschwendung zu vermeiden.

Furoshiki ist somit auch noch umweltfreundlich:-)

Eingestellt von Fujikata 14:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

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