Reise blog von Travellerspoint

Merii Kurisumasu

Dezember 2008

Dieses Weihnachten habe ich also in Japan verbracht. Dabei hat es sich aber definitiv nicht um Weihnachten im eigentlichen Sinne gehandelt.

Zum einen feiern Japaner nämlich gar kein Weihnachten. Es ist nur üblich, dass Paare zum Essen ausgehen - meistens zu Kentucky Fried Chicken (weil ein richtiger "turkey" zu teuer wäre)!!! - und ein Geschenk austauschen. Die Kinder gehen alle leer aus!!! Außer dem 23.12. (dem Geburtstag des Kaisers) sind hier auch keine Feiertage. Die Japaner wünschen zwar "merii kurisumasu", haben Weinachtsbeleuchtung und -deko in den Schaufenstern... aber die Weihnachtsstimmung fehlt! Außerdem gibt es keine Kekse, sondern einen Weihnachtskuchen und die Weihnachtsbäume sind entweder aus Plastik, grade mal 50cm groß oder - noch besser - mit Ostereiern behängt!

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Weihnachten mit "oh du fröhliche", Christmesse, festlicher Kleidung und Stimmung und einem Berg Geschenke? Fehlanzeige! Dieses Jahr habe ich also tatsächlich kein richtiges Weihnachten - abgesehen von einer "Christmas Party" und Geschenkeaustausch mit Freunden - gefeiert, weil das eigentlich Essentielle gefehlt hat, nämlich meine Familie.
Also, merii kurisumasu ihr da draußen und genießt die festliche Zeit und esst ein paar Kekse und trinkt ein Gläschen Sekt für mich mit.

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Kobe

Dezember 2008

sunny 9 °C

Am Samstag, den 13.12., waren Kae, Sini, Collin und ich in der Hafenstadt Kobe. Von Kyoto sind wir ca. 50 Minuten mit dem Zug unterwegs gewesen. Kae kommt aus Kobe und hat uns über das Wochenende eingeladen, um eine spezielle Beleuchtung in der Innenstadt anzuschauen. Die erste Installation ist ein Lichtertor, das in einen Gang aus Lichtern führt; die zweite Installation ist ein Lichtergebäude.
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Die "Illumination" wird jedes Jahr im Dezember errichtet, um an das Große Erdbeben von Kobe zu gedenken und nicht um als schnöde Weihnachtsdeko zu dienen. Weil sie aber so berühmt ist war es wahnsinnig voll und wir mussten über eine Stunde warten, um was zu sehen. Danach konnten wir aber bei Kae daheim entspannen und ihre Familie kennenlernen. Kaes Familie ist sehr offen und lustig. Am nächsten Morgen habe ich noch versucht das Panorama, das sich in der Nähe von Kaes Haus bietet einzufangen.
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Blätter Blätter Blätter

November 2008

semi-overcast 7 °C

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Der November neigt sich dem Ende zu. Ich mache nichts Besonderes, Uni*, Japanisch lernen, kochen und Fotos. Ich mag die Momiji-Saison. In der Hinsicht habe ich mich sehr gut an die Japaner, die massenhaft mit Komplett-Foto-Ausrüstung (Stativ, Spiegelreflexkamera, verschiedene Objektive) in den Parks unterwegs sind, angepasst.
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ImperialMomiji2.jpg Bl_tterKontrast.jpg Geisha.jpg

  • Vorgestern hat mir meine Professorin in der Bibliothek die Jura-Zeitschriften gezeigt. Wir haben jede Menge deutsche Fachmagazine (NJW, JuS, NVwZ, EuZW, DB etc. etc.). Mir sind fast sie Augen aus dem Kopf gefallen, dass wir eine so gute Sammlung haben! Nächste Woche machen wir ein Adventstreffen mit in Europa interessierten japanischen Jurastudenten. Ich freu mich schon. Und weil sie so schön sind, noch ein mehr Blätter...

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Gastfamilie & Momiji bei Nacht

November 2008

sunny 12 °C

Heute habe ich meine Gastfamilie besucht. Ich habe bei ihnen zum ersten Mal richtig bemerkt, was mir hier in Kyoto fehlt: Familie. Es war so schön im Wohnzimmer zu sitzen und Fotos anzuschauen, den Kindern beim Monopoly spielen zuzusehen, den Hund ausführen, zusammen Kaffee zu trinken (es gab zwar keinen Kuchen, dafür aber ein fischförmiges, mit süßen Bohnen gefülltes Teilchen – siehe Bild) und zu Abend zu essen. So gut habe ich hier übrigens noch nie gegessen: es gab Misosuppe mit Süßkartoffel, Salat mit Fisch, Fisch mit süßem Rettich, Ei-Auflauf mit Shrimps und Gemüse und natürlich Reis und Tee.
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Meine Gastmutter arbeitet Teilzeit und als Hobby näht sie Kimonos. Mein Gastvater arbeitet in Osaka und mag Autos und Baseball. Die beiden Söhne, Yuya, 11, und Naoki, 9, gehen zur Grundschule. Yuya spielt ganz toll Klavier und Naoki ist Torhüter in seiner Fußballmannschaft.
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Auf dem Heimweg habe ich mir noch einen Tempel mit beleuchteten Herbstblättern angeschaut. Schön, nicht wahr?
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Momiji

November 2008

overcast 12 °C

Heute ist Montag, der 17.11.2008. Die schönen Zeiten sind vorbei. Das bezieht sich nun allerdings auf das Wetter. Jetzt wird es auch in Kyoto langsam kalt, keine sommerlich anmutenden 20 Grad + mehr. Im I-House geht nun auch der Schupfen um. Mich hat es natürlich auch erwischt.

Gestern waren Sini und ich im International Community House. Wir hatten uns für ein Gastfamilienprogramm beworben und wurden schließlich eingeladen unsere Familien kennen zu lernen. Im International Community House haben wir dann zusammen mit den anderen Programmteilnehmern geredet, gegessen, getrunken, Kennenlernspiele gemacht, gesungen. Es war ein toller Nachmittag. Das Ziel des Programms ist es, sich mit der japanischen Familie möglichst oft zu treffen, gemeinsam etwas zu unternehmen und etwas über das japanische Leben zu erfahren und die Sprache zu verbessern. Nächsten Sonntag besuche ich "okaasan" (Mutter) und "otoosan" (Vater) und ihre beiden Kinder daheim. Ich bin schon sehr gespannt.

Mittlerweile wechseln die Bäume ihre Farben zu gelb, orange und rot. Auf Japanisch heißt das "momiji", also Herbstfärbung oder Herbstfarben. Kyoto ist berühmt dafür und viele Japaner kommen extra zum Fotomachen hierher. Da meine Kamera kaputt ist, musste ich mir eine leihen und die Bilder sind nicht so toll wie die Wirklichkeit. Aber das sind sie ja nie und ich kann also nur einen Eindruck von der herrlichen "momiji"-Stimmung wiedergeben.

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Eingestellt von Fujikata 16:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (1)

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