Reise blog von Travellerspoint

Das Wochenende und die ersten Tage an der Uni

Oktober 2008

sunny 24 °C

Am Wochenende bevor die Uni losging, bin ich noch im Süden Kyotos unterwegs gewesen.

Zum einen, um nach einer netten Unterkunft für meine Mama, die im März nächsten Jahres kommt, zu suchen. Eigentlich hatte ich wegen des total unübersichtlichen Adresssystems - es gibt keine Hausnummern und in der Regel keine Straßenschilder! - gedacht, dass ich den ganzen Tag brauche. Mit Nachfragen und etwas Glück habe ich es dann aber in ca. 2 Stunden geschafft die meisten Ryokans ("Japanese style inns") abzuklappern und auch eines mit privatem Bad und hellem Zimmer zu finden.

Zum anderen war ich unterwegs, um Sightseeing zu machen. Ich habe unter anderem den riesengroßen Heian-Schrein (Weltkulturerbe zum dem alle - warum? - pilgern), den Shimogamo-Schrein (noch ein Weltkulturerbe) und den Toji-Tempel (aber nur von außen) gesehen. Am besten war aber Fushimi Inari, der Schrein mit der langen - wirklich langen - Reihe von Toren, den ich nach einer noch viel längeren Fahrradtour erreicht habe.

Fushimi.jpg

Nach einem physisch anstrengenden Wochende war am Montag der Kopf gefordert. Um 9 Uhr ging es mit Ichikawa-sensei los. Unbeschreiblich dieser Mann - er ist so etwas wie der japanische Oliver Pocher, aber noch lauter und schriller. Er hat sogar seine eigene Fangemeinde auf Facebook... Die Japanisch-Kurse sind für mich allerdings schon schwer, weil mir die anderen um Jahre voraus sind. Für die anderen dagegen ist der Stoff ziemlich einfach, aber alle haben Probleme beim freien Sprechen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich japanische Religion und Kultur nehmen werde. Dafür müssen wir verschiedene Präsentationen vorbereiten. Heute hatte ich einen freien Tag und habe mir den Kitano-Tenmangu-Schrein, bei dem heute ein Umzug war, und den berühmten Ryoanji Steingarten angeschaut, einen Zengarten, der unaufdringlich und wirklich - auf seine Weise - schön ist.

Eingestellt von Fujikata 18:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

Orientation Days

September 2008

Am 24.9. und 25.9. hatten wir unsere beiden "Orientation Days" an der Uni. Am ersten Tag hatten wir den Einstufungstest und es wurde hauptsächlich über die Hausordnung im I-House und Monkeys gesprochen . Den Tag darauf kamen die Ergebnisse des Tests. Stellt euch mal vor: Mit dem, was ich mir an Japanisch in den letzten Monaten beigebracht habe, bin ich gleich in Gruppe 2 eingestuft worden. Ich hoffe, das wird nicht zu schwierig für mich. Wir haben 6 volle Stunden Japanisch in der Woche, ich bin schon richtig gespannt.
Nächsten Montag beginnen dann auch die Vorlesungen. Ich werde japanische Religion - die hier in Kyoto in einmaliger Weise zu studieren ist -, japanisches Recht, japanische Kultur und vielleicht auch Wirtschaft belegen. Mal sehen, wie viel Zeit zum Bloggen dann so bleibt...

Eingestellt von Fujikata 17:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

Kamigamo Schrein

September 2008

rain 24 °C

Am 21.9. haben Sini und ich uns zum Kamigamo-Schrein (上賀茂神社) - einem Shinto-Schrein - gewagt. Hier stehe ich vor dem charakteristischen "torii" (鳥居), ein Tor, das aus zwei Grundpfeilern und zwei Querbalken besteht. An dem unteren Querbalken hängen gezackte weiße Bänder, die für "kami" (神) - Gottheit - stehen und Strohseile, mit denen um eine gute Ernte gebeten wird.
Tor.jpg
Shinto ist der "Weg der Götter" und die meisten Japaner "glauben" an Shinto, aber ebenso "glauben" sie an den Buddhismus. Den Tempel, den Sini und ich gestern (am 20.9.) besucht haben, war buddhistisch, weil ein Friedhof nebenan war - der Buddhismus ist v.a. für Beerdigungen "zuständig". Der Kamigamo-Schrein ist Shinto, weil wir dort eine Hochzeit (eine Braut in weißem Kimono und ballonartigem Hut), Gebetstäfelchen und -zettelchen und u.a. auch jede Menge Sake-Fässer (zum Weihen so viel ich weiß) gesehen haben. Ein Foto vom Tor zu einem Gebetshaus und ein Foto eines japanischen Hochzeitspaares sind in der Fotogallerie - ich kann nur begrenzt viele Fotos hochladen und meine Kapazität ist für diesen Monat ausgeschöpft:-((

PS: Zum Sake: Ich habe mich getäuscht. Taka, ein japanischer Student, hat mir gesagt, dass der Sake, den Gottheiten als Nahrung angeboten bzw. beim alljährlichen Matsuri von den Schreinträgern getrunken wird. Dazu später mehr.

Eingestellt von Fujikata 12:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (1)

Natto

September 2008

sunny 30 °C

Nattō (jap. 納豆) ist ein traditionelles, sehr nahrhaftes japanisches Lebensmittel...

Zur Herstellung werden Sojabohnen ungeschält zuerst in Wasser eingeweicht und dann gekocht. Anschließend wird die Masse mit dem Bakterium Bacillus natto beimpft und etwa drei bis fünf Stunden bei 42 °C bedampft. Die Bohnen schrumpfen dabei deutlich und es bildet sich ein Schleim aus denaturiertem Eiweiß, der für das typische Erscheinungsbild sorgt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Natto

Ehrlich gesagt, es ist nicht so schlimm wie es sich anhört. Mir hat es sogar sehr gut geschmeckt!

Zum Verzehr von Nattō:
1. Packung öffnen und nicht abschrecken lassen.
Nato1.jpg
2. Senf und Fischsauce drüber und mischen.
Nato4.jpg
3. Mischen bis die Masse eine weißlich-klebrige Konsistenz hat. Mmmh.
Nato6.jpg

Eingestellt von Fujikata 11:30 Archiviert in Japan Tagged food Kommentare (0)

Die erste Woche

September 2008

sunny 28 °C

Heute ist der 20.9.2008.

Auch wenn ich noch keinen rohen Thunfisch gegessen habe, bin ich doch sehr sicher, dass ich in Japan bin.

Beim Essen einkaufen fängt es nämlich an: alles auf Japanisch und alles japanische Zutaten, mit denen ich in Deutschland erst ein paar Mal gekocht habe. Vorgestern gab es chirashi-zushi und yakisoba und gestern okonomiyaki.
Chirashi-zushi (散らし寿司) heißt so viel wie "Streu-Sushi" und ist aus Reis, Essig, Gemüse, Alge und sehr lecker. Yakisoba (焼きそば) sind gebratene Nudeln. Okonomiyaki (お好み焼き) heißt: "Gebratenes, was du willst", besteht aus Ei, Mehl, Fischbrühe, Kohl und erinnert an einen Pfannkuchen.
In den nächsten Tagen und Wochen werde ich meine Japanischekochkünste noch ausbauen können, weil europäisches Essen sowie Obst und Gemüse hier ziemlich teuer sind. Billiger (und mindestens genauso gut) ist es dann bei oben Genanntem zu bleiben. Auch Fisch kriegt man hier immer frisch und günstig...

ErstesShop..rimiert.jpg

Außerdem weiß ich, dass ich in Japan bin, da alle Verkehrsschilder in japanischer Schrift sind und Linksverkehr herrscht! Gewöhnungsbedürftig.

Schließlich ist es natürlich das Japanisch, das um mich herum gesprochen wird und das ich auch schon sporadisch von mir gebe: oyasumi nasai (おやすみ なさい) = "Gute Nacht!"

Eingestellt von Fujikata 19:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

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