Reise blog von Travellerspoint

Besuchszeit

März 2009

Seit meinem letzten Eintrag ist nun schon über ein Monat vergangen.
Ich war im März aber auch sehr beschäftigt und viel unterwegs. Papa war vom Samstag, 28.2., bis Dienstag, 10.3., und Mama war vom Samstag, 14.3., bis Montag, 23.3., zu Besuch.
Ich wusste gar nicht, dass ich die beiden (und die ganze Familie in Deutschland und den USA) so vermisst hatte bis sie da waren. Es hat mich so gefreut sie wieder zu sehen und gemeinsam Zeit zu verbringen und Japan zu bereisen.

Mit Papa war ich bis zum Dienstag, 3.3., in Kyoto. Dann sind wir mit dem Shinkansen nach Tokyo gefahren, waren am 6.3. in Kamakura. Am 8.3. ging es über Osaka zurück. Hier ein paar Eindrücke: der Große Buddha von Kamakura und Tore des Fushimi-Inari-Schreins. Es war zwar immer etwas kalt, aber die Pflaumenblüte war während Papas Besuch am allerschönsten.

Pappa_BigBuddha.jpgPappa_Fushimi.jpg Pappa_Kata_Ume.jpg

Mit Mama war ich bis zum Dienstag, 17.3., in Kyoto und wir hatten erst kaltes, dann sonniges Wetter. Am 17.3. sind haben wir Osaka besichtigt, sind mit dem Nachtbus nach Tokyo, am Freitag ging's nach Hakone - das erste Mal japanisches Gästehaus und Onsen in unserem Leben, eine einzigartig tolle Erfahrung. Am Samstag fuhren wir mit dem Nachtbus zurück. Weitere Highlights waren auch der Tempel Kinkakuji und Osaka:
Mama_Kinkakuji.jpgMama_Osakaburg.jpg Mama_Kata_Osaka.jpg

Danke für euren Besuch! Es war wunderschön!

Eingestellt von Fujikata 22:00 Archiviert in Japan Tagged family_travel Kommentare (0)

Culture Experience Day

Februar 2009

Am Sonntag, den 8.2., habe ich am Culture Experience Day teilgenommen, der vom Kyoto Prefectural International Center veranstaltet wurde, um den ausländischen Mitbürgen die japanische Kultur näher zu bringen.

Es war wirklich toll. Ich durfte Shamisen spielen - mit furchtbar missklingendem Ergebnis -, einen Kimono und Obi mit einem wunderschönen "Schmetterling"-Knoten tragen, an einer Teezeremonie teilnehmen, Postkarten im Holzdruckverfahren drucken, Düfte raten, Fächer werfen, Kalligraphie ausprobieren und Blumen stecken.

Kimono1.jpg Butterfly.jpg Ikebana.jpg

Am besten war das Blumenarrangieren. Auf Japanisch heißt es Ikebana (und heißt "lebende Blumen"). Man braucht dazu einen Wasserbehälter, ein Teil mit spitzen Zacken, auf das die Blumen gesteckt werden (Kenzan), eine Gartenschere und natürlich Blumen.

Zusammen mit meiner Ikebana-Lehrerin steckte ich zuerst einen langen geraden Zweig senkrecht in den Kenzan, der für "Himmel" steht, dann einen weiteren Zweig für "Menschheit" diagonal und einen im Vordergrund für "Erde". Auf diesen drei Linien basieren die meisten Ikebana. Dann fügten wir Iris und Tulpen hinzu. Auf meinen Wunsch dann noch mehr Zweige, sodass es etwas unjapanisch wurde. Anders als bei unseren Blumengestecken mit vielen Blüten und dekorativen Stoffen und Perlen sind japanische Arrangement nämlich auf Einfachheit und Harmonie bedacht.

Ein vorbei gehender Japaner gab meinem Ikebana dann wohl den passenden Namen: "Jungle!" (Also: Dschungel.)
Der Tag hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und im März möchte ich zu einer Ikebana-Ausstellung hier in Kyoto gehen.

Eingestellt von Fujikata 11:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

Pflaumenblüte!!

Januar 2008

rain 5 °C

Ume_wei_.jpg
Tatsache!! Während ihr einen wahnsinnig kalten Winter in Deutschland erlebt, fängt bei uns bereits die Pflaumenblüte an!! Zwar sollen Januar und Februar die kältesten Monate des Jahres sein, aber bis jetzt hatten wir nur in der ersten Januarhälfte Minustemperaturen. Da durften natürlich auch die Affen nicht fehlen. Zur Erklärung:

Sobald es kalt wird, kommen die Affen aus den Wäldern, um Futter am Waldrand oder in Gemüsegärten oder Einkaufstaschen (Tatsache!!) zu finden (bzw. klauen). Dementsprechend hat sich eine Horde Affen in den Vorgarten und auf das Dach unseres Studentwohnheims gewagt. Weil die Affen manchmal auch in Zimmer einbrechen hat das Personal kleine Raketen (wie bei Sylvester) abgeschossen, um sie zu vertreiben.

Aber die Affen sind auch schon bei bloßes Näherkommen meiner Person davongelaufen. Bin ich so furchterregend?? Na, dann haben mich die Affen noch nicht in meiner neuen japanischen quietschbunten Kimonojacke gesehen, die ich mir Ende Januar auf dem Kitano Flohmarkt gekauft habe (bzw. Thorunn - meine Mitbewohnerin - in einem ihrer pinken Kimonos...). Oder den Ninja Hund! Ninja_Hund.jpg

In dem Shinto Schrein, der den Flohmarkt veranstaltet, haben wir dann auch die Pflaumenblüten entdeckt!

Soweit meine Januareindrücke aus Kyoto. Neues gibt's dann im Februar wieder.

Eingestellt von Fujikata 14:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

Winter Holiday

Januar 2009

0 °C

Die Winterferien haben bereits im Dezember begonnen. Berichtenswertes unternommen habe ich aber eigentlich nur Anfang Januar 2009. Am 31.12.08/1.1.09 war ich mit Freunden am Kamigamo-Schrein und wir haben eine traditionelle Tanzaufführung gesehen. NewYear1.jpg
Abgesehen vom Schreinbesuch, wirklich japanisch habe ich das Neujahrsfest aber nicht verbracht: Ich weiß ja weder wie die traditionellen Neujahrsspeisen zubereitet werden, noch kenne ich die Bräuche oder verstehe das japanische Fernsehprogramm, dass jeder am Abend schaut. Außerdem handelt es sich um ein Familienfest in Japan, und meine Familie habe ich bekanntlich auch nicht hier, sondern in Deutschland. Mit meiner japanischen Host Family habe ich mich dann am 3.1.09 getroffen. Wir waren in einem japanischen Garten und im Tempel "Sanjusangendo", in dem 1000 40-armige Buddha-Statuen in einer Halle ausgestellt sind. Das ist wirklich faszinierend! Leider durfte man keine Fotos machen, aber ich habe die über 120m lange Halle von außen aufgenommen.
Shosei_En.jpg Sanjusangendo.jpg
Da jetzt bald die Prüfungszeit beginnt, werde ich mich erst später wieder zu Wort melden. Bis bald dann!

Eingestellt von Fujikata 14:00 Archiviert in Japan Tagged living_abroad Kommentare (0)

Mochi

Dezember 2008

semi-overcast 8 °C

Am 21.12. habe ich japanische Kultur erfahren! Meine Hostfamilie hat mich nämlich zum Mochi-machen eingeladen. Zum Neujahrsfest werden nämlich traditionell Mochi (japanische Reiskuchen) gegessen; und selbstgemacht schmecken die natürlich am besten. Die Zubereitung ist allerdings etwas komplizierter als Mehl, Zucker, Butter und Eier in einer Schüssel verrühren. Also:
1. Klebreis kochen (eventuell - wie auf dem Bild - mit grünem Algenzeug)
Mochi2.jpg
2. Gekochten Reis in Mörser füllen
3. Mit einem Hammer kräftig auf den Reis hauen
Mochi1.jpg Mochi3.jpg
4. Die Pampe aus dem Mörser nehmen und zu kleinen Kugeln formen; eventuell mit süßer Bohnenpaste füllen; in Stärke wenden. Fertig.

Gegessen wird Mochi mit süßer Bohnenpaste gefüllt einfach so (oishii = lecker). Ansonsten kann Mochi auch geröstet werden (totemo oishii = sehr lecker). Ungesüßtes Mochi kann man in Sojasauce einlegen, grillen und mit Alge essen (mo totemo oishii = auch sehr lecker). Oder: man kocht eine süße Bohnensuppe und nimmt Mochi als Einlage (ichiban oishii = am allerleckersten).

Weil Mochi im Normalzustand extrem klebrig sind und zu Neujahr traditionell extrem viele Mochi gegessen werden soll es jedes Jahr zu Todesfällen durch Ersticken kommen, über die in japanischen Zeitungen in „Neujahrs-Todesstatistiken“ berichtet wird. Also, "ki o tsukete" (Vorsicht bitte) wie der Japaner sagt...

Eingestellt von Fujikata 15:00 Archiviert in Japan Tagged food Kommentare (0)

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